Akte Eintracht Frankfurt
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Tragisch — Diese Personen hatten Pech

Wolfgang Zenker zieht 1983 mit dem „Südfinanz"-Skandal Cha Bum-kun und die SGE-Führung in den Abgrund. Fred Schaub schießt 1980 das UEFA-Cup-Siegtor und stirbt 2003 auf der A7. Zwischen 2022 und 2025 sterben Grabowski, Hölzenbein, Nickel und Kunter.

ORACLE · LIVE Spieltag 33 · Sa., 16.05., 13:30
Eintracht Stuttgart
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Ausw. 51.4% 1.88

Cha Bum-kun: Vom eigenen Vize-Präsidenten finanziell geschädigt.

Wolfgang Zenker, die Südfinanz und der Sturz der SGE-Führung 1983

Ein Vize-Präsident lockt seinen eigenen Star Cha Bum-kun in ein Bauherrenmodell — und reißt den ganzen Verein mit.

Eintracht-Vizepräsident Wolfgang Zenker hat in seiner Zeit als Repräsentant einer großen Immobilien-Gruppe (,,Südfinanz“) mehr als 80 Fußballprofis in riskante Investments mit so genannten ,,Bauherrenmodellen“ gelockt. Er löst am Ende der schwachen Saison 1982/83 (Platz 10) einen Finanzskandal aus. Eine Affäre, die, wie Eintracht-Kultautor Ulrich Matheja in „Schlappekicker und Himmelsstürmer“ (Verlag: DIE WERKSTATT, 2017) schreibt, ,,den Verein bis in die Grundfesten erschütterte.“ Auslöser ist ein Pfändungsbeschluss in Höhe von umgerechnet 100.000 Euro gegen Frankfurts koreanischen Stürmerstar Bum-kun Cha.

„Cha-Bum“ hat sich von Zenker zwei Häuser aufschwatzen lassen – und sich finanziell übernommen. Zenkers Motto: ,,Habe gekauft Grabowski, habe gekauft Pezzey, ist auch gut für Cha.“ War aber nicht gut für Cha! Nun stehen urplötzlich eine Pfändung seines Spielergehalts von 18.000 Euro und Zinsen in Höhe von 23.000 Euro auf dem Deckel.

Da Cha bislang gar nichts gezahlt hat, wird das von einer Lübecker Bank für den Immobilien-Deal gegebene Darlehen über gut 100.000 Euro sofort fällig. Der unbedarfte Koreaner fühlt sich vom eigenen Vize-Präsidenten betrogen – und stellt ein Ultimatum. Zenker und SGE-Präsident Axel Schander treten umgehend zurück und stürzen den Verein in eine Führungskrise.

Wen wundert’s, dass Cha nach Saisonende nach Leverkusen flieht?

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Fred Schaub: Fred Schaub kommt 1976 vom SV

Ein Ergänzungsspieler entscheidet 1980 das UEFA-Cup-Finale — und stirbt 23 Jahre später auf der Autobahn.

Fred Schaub kommt 1976 vom SV Neuhof zu Eintracht Frankfurt. Am 13. Januar 1979 debütiert er in der Bundesligamannschaft der Frankfurter und kommt bis zum Saisonende bei zehn Einsätzen auf zwei Tore. In der folgenden Saison ist Schaub lediglich ein Ergänzungsspieler und kommt auf nur sechs Bundesliga-Einsätze.

Dennoch wird das Jahr sein erfolgreichstes: Im UEFA-Pokal Endspiel gegen Borussia Mönchengladbach wird Schaub im Rückspiel in Frankfurt in der 77. Minute für Norbert Nachtweih eingewechselt. Vier Minuten später erzielt er das einzige Tor des Spiels und macht die SGE zum UEFA-Cup Sieger. Am 22. April 2003 stirbt Fred Schaub bei einem Autounfall auf der A 7 in der Nähe von Fulda.

Sein achtjähriger Sohn Louis, der später österreichischer Fußballnationalspieler wird und 2019/20 mit dem 1. FC Köln in der Bundesliga spielt, überlebt verletzt.

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On This Week — Bundesliga 11.–17. Mai

Drei Geschichten aus dieser Woche in der Bundesliga. Eine ist wahr. Findest du sie?

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Abschied von einer Generation: Grabowski, Hölzenbein, Nickel, Kunter

Vier Eintracht-Legenden der siebziger und achtziger Jahre sterben innerhalb weniger Jahre — darunter zwei Weltmeister von 1974 und der Mann, der von allen vier Ecken des Waldstadions direkt traf.

Vier Legenden in vier Jahren: die Verluste 2022 bis 2025

Innerhalb weniger Jahre verliert Eintracht Frankfurt gleich vier prägende Spieler ihrer goldenen Jahre.

Zwischen 2022 und 2025 verliert Eintracht Frankfurt mehrere Vereinslegenden:

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Jürgen Grabowski stirbt am 10. März 2022 mit 77 Jahren

Der Weltmeister von 1974 spielte 15 Jahre für die SGE und traf 109 Mal in der Bundesliga.

Jürgen Grabowski, die größte Eintracht-Ikone, stirbt am 10. März 2022 im Alter von 77 Jahren. Der Weltmeister von 1974 hatte 15 Jahre lang für die SGE gespielt und 109 Bundesliga-Tore erzielt.

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Bernd Hölzenbein stirbt am 15. April 2024 mit 78 Jahren

Der zweite Eintracht-Weltmeister von 1974 war auch DFB-Pokalsieger und später Vizepräsident.

Bernd Hölzenbein, Weltmeister von 1974 und Eintracht-Legende, stirbt am 15. April 2024 im Alter von 78 Jahren. Der Stürmer war 1974 und 1975 DFB-Pokalsieger mit der Eintracht und später als Vizepräsident für den Verein tätig.

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Bernd Nickel, der Dr. Hammer, stirbt am 13. Januar 2024 mit 75

Der einzige Spieler, der von allen vier Ecken des Waldstadions direkt per Eckball traf.

Bernd Nickel, der „Dr. Hammer", bekannt für seine direkt verwandelten Eckbälle von allen vier Ecken des Waldstadions, stirbt am 13. Januar 2024 mit 75 Jahren.

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Peter Kunter, Torwart-Legende der siebziger und achtziger Jahre

Auch der Schlussmann der goldenen Eintracht-Jahre stirbt im selben Zeitraum wie Grabowski, Hölzenbein und Nickel.

Peter Kunter, eine weitere Eintracht-Legende der siebziger und achtziger Jahre, verstirbt ebenfalls in diesem Zeitraum.

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SGE im Liga-Vergleich

Eigenkapital-Quote
21,1%
Liga-Ø 34,1%
Personalkosten-Quote
37,4%
Liga-Ø 47,9%
Verbindlichkeiten-Quote
60,8%
Liga-Ø 47%
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Häufige Fragen

Welche tragischen Schicksale gibt es bei Eintracht Frankfurt?
Cha Bum-kun wird 1983 vom eigenen Vize-Präsidenten Wolfgang Zenker in das Südfinanz-Bauherrenmodell gelockt und finanziell ruiniert; der Skandal stürzt die SGE-Führung. Fred Schaub, UEFA-Cup-Held von 1980, stirbt 2003 bei einem Autounfall auf der A7.
Welche Eintracht-Legenden sind zuletzt gestorben?
Jürgen Grabowski stirbt am 10. März 2022 mit 77 Jahren, Bernd Nickel am 13. Januar 2024 mit 75, Bernd Hölzenbein am 15. April 2024 mit 78. Auch Peter Kunter, Torwart-Legende der 70er und 80er, verstirbt in diesem Zeitraum.
Was war der Cha-Bum-kun-Skandal 1983?
Vize-Präsident Wolfgang Zenker, Repräsentant der Immobilien-Gruppe Südfinanz, hatte über 80 Profis in Bauherrenmodelle gelockt. Cha Bum-kun bekam zwei Häuser aufgeschwatzt, eine Pfändung über umgerechnet 100.000 Euro folgte. Zenker und Präsident Axel Schander traten zurück, Cha wechselte nach Leverkusen.
Wer war Fred Schaub?
Fred Schaub kam 1976 vom SV Neuhof zur Eintracht und debütierte am 13. Januar 1979 in der Bundesliga. Im UEFA-Cup-Finalrückspiel 1980 gegen Borussia Mönchengladbach erzielte er nach Einwechslung das einzige Tor und machte die SGE zum UEFA-Cup-Sieger. Er starb am 22. April 2003 auf der A7.
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