Ohms dagegen verantwortet bis zu seinem Rücktritt nach dem Bundesliga-Abstieg 1996 und einem erfolgreichen Misstrauensvotum das bis heute erfolgreichste wie traurigste Kapitel der Eintracht in der Bundesliga. Er passt mit einer Mischung aus Großmannssucht, Rotlicht-Milieu und zweifelhaften Personalentscheidungen perfekt zum Skandalverein vom Main. In Spitzenzeiten beschäftigt das ,,Finanzgenie“ Ohms in seinen Büroräumen in der Schillerstraße bis zu 100 Devisenhändler.
Seine Tagesumsätze liegen bei kolportierten fünf Milliarden US-Dollar. Dass er nach Übernahme des Präsidentenamtes 1988 „Rückkehr zur Ruhe“ anmahnt, ist blanker Hohn. 13 Tage später wird Trainer Pal Csernai entlassen.
Die späteren Trainer-Entscheidungen mit Jörg Berger, Dragoslav Stepanovic und Klaus Toppmöller bescheren der Eintracht unter Ohms die erfolgreichsten Jahre ihrer Bundesliga-Historie.