Gekündigt: Doch der ,,Scheppe“ macht nicht auf! Hoch verschuldet trotz des Verkaufs von Superstar Lajos Detari, der die Hessen nach nur einer Saison (33 BL-Spiele / 11 Tore) verlässt, fliegt am 13. September 1988 Trainer Karl-Heinz Feldkamp. Er hat sich geweigert, einen Spieler zu verpflichten, den er vorher nicht gesichtet hatte.
Fünf Tage später leistet sich Eintracht Frankfurt eine Peinlichkeit auf Schildbürger-Niveau. Man entlässt Manager Wolfgang „Scheppe“ Kraus. Zuvor hat Kraus den umstrittenen Eintracht-Präsidenten Dr.
Klaus Gramlich in einem streng vertraulichen und dann doch an die Öffentlichkeit gelangten Brief regelrecht an die Wand genagelt: ,,Er hat von Fußball sowieso keine Ahnung, ist ein Selbstdarsteller, lebt über seine Verhältnisse und rechnet private Kosten über die Eintracht ab.“ Die Entlassung folgt auf einzigartige Weise. Da Kraus seine Haustüre nicht öffnet, wird ihm die fristlose Kündigung von Vizepräsident Klaus Mank nach mehreren vergeblichen Versuchen durch das Toilettenfenster zugestellt! Kraus dazu 1999 in der HR3-Dokumentation ,,Eine Diva wird 100″: ,,Die fristlose Kündigung ist am richtigen Ort gelandet: In meiner Gäste-Toilette.“
31. Übrigens: Es gibt auch Frankfurter Kreise, die behaupten, dass die SGE nicht ganz leer beim Detari-Transfer ausgegangen sei.