Für die Hater
Zwei Mal 0:7: Die größten fußballerischen Peinlichkeiten in der Bundesliga stellen die beiden 0:7-Rekord-Niederlagen beim 1. FC Köln (1983/84) und zu Hause gegen den Karlsruher SC (1964/65) dar. Fast genauso peinlich ist das 0:6 am 13. April 1991 gegen den Hamburger SV. Im Anschluss wird Trainer Jörg Berger unmittelbar nach der Pressekonferenz gefeuert. Die Mannschaft ist von Manager Klaus Gerster vorab darüber informiert worden, dass der Trainer im Falle einer Pleite gehen muss – und liefert wohl demonstrativ eine Nicht-Leistung ab. Diesen Verdacht äußert Berger jedenfalls auf der Pressekonferenz und zielt auf die „Gerster-Boys" Andreas Möller und Manfred Binz.
0:5 im UEFA Cup: Auf internationaler Ebene bedeutet das 0:5 beim dänischen Außenseiter Bröndby IF im UEFA-Cup in der gleichen Saison, 1990/91, einen sportlichen Tiefpunkt.
Die längste Niederlagenserie: Sieben Niederlagen in Folge kassiert Eintracht Frankfurt vom 12. bis zum 18. Spieltag in der Saison 1999/00.
Die meisten Niederlagen: 20 Niederlagen kassiert Eintracht Frankfurt in der Saison 2003/04.
Die längste Serie an hintereinander nicht gewonnenen Spielen: 17 Spiele bleibt die SGE in der Bundesligasaison 1983/84 vom 6. bis zum 22. Spieltag ohne Sieg.

1:6 gegen einen Drittligisten: 1996 und 2000 geht Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal in der 1. bzw. 2. Runde mit 1:6 beim damaligen Zweitligisten SV Meppen und der 2. Mannschaft des VfB Stuttgart unter. Das ist die höchste Pokalpleite eines Bundesligisten bei einem Drittligisten. Als Titelverteidiger scheitert man 2018 am Südwest-Regionalligisten SSV Ulm 1846 (1:3), ebenfalls in Runde 1.
Es gibt kein Rostock und es gab nie ein Rostock: Den 16. Mai 1992 hat man bei Eintracht Frankfurt aus der Vereinschronik gestrichen. Weg, einfach weg! Im Eintracht-Museum in der Commerzbank Arena ist ein leerer Kasten Platzhalter, bei der Statistikseite eintracht-archiv.de verdeckt ein schwarzer Balken das, was beim 1:2 bei Hansa Rostock passiert. Die Eintracht verspielt am 38. Spieltag der Saison 1991/92 die sicher geglaubte Deutsche Meisterschaft. Gegen die tapfer kämpfenden Ostsee-Kicker hilft auch ein Bittgang von Co-Trainer Charly Körbel zur Hansa-Bank während der Partie nichts. Am Ende sind Spieler, Verantwortliche und Tausende von mitgereisten Fans sowie die Anhänger beim Public Viewing in der Frankfurter Innenstadt untröstlich.
Abstieg 1995/96: Die erste Frankfurter Abstiegs-Saison 1995/96 bringt mit 32 Punkten die bis dahin schlechteste Ausbeute der SGE-Ligageschichte mit sich. Mit nur sieben Siegen, darunter immerhin ein 4:1 gegen den FC Bayern, wird der Negativ-Rekord aus den Spielzeiten 1985/86 und 1983/84 eingestellt.
Schlechter geht nicht? Doch! Die Abstiegs-Saison 2003/04 stellt aus Frankfurter Sicht einige Negativ-Rekorde auf bzw. ein. Nie verliert die Eintracht häufiger (20-mal) und nur 2000/01 steht sie auf Platz 17 so schlecht wie in der Aufstiegs-Spielzeit unter Coach Willi Reimann. Ab dem 25. Spieltag (0:2 bei Borussia Dortmund) setzt es acht Niederlagen aus den letzten zehn Spielen. Während der gesamten Saison steht Frankfurt nie besser als Platz 13.
Die Tor-Allergiker: Wenn ein Abwehrspieler unter den Top-3-Torjägern steht, kann etwas nicht stimmen. So geschehen in der Saison 1988/89. Eintracht-Legende Karl-Heinz „Charly" Körbel rettet die Eintracht mit einem seiner drei Treffer beim 1:1 in Hannover in die Relegation. 30 Saison-Treffer insgesamt sind die schlechteste SGE-Bilanz in der Bundesliga und ein Armutszeugnis für den amtierenden DFB-Pokalsieger.
Dann ist da noch der Wechselfehler von Uerdingen: Am 22. Mai 1993 wechselt Trainer Horst Heese mit Marek Penksa einen vierten Ausländer ein. Dabei sind nur drei erlaubt und die Herren Zchadadse, Okocha und Yeboah schon im Team. Sie merken es zu spät. Zwar muss er nach vier Minuten wieder raus, simuliert nach Anweisung von der Bank eine Zerrung; aber der Regelverstoß ist nicht mehr zu ändern. Frankfurt gewinnt auf dem Rasen mit 5:2, verliert aber die Punkte. Die Einsätze und Tore zählen trotzdem, weshalb Anthony Yeboah (vier Treffer in diesem Spiel) noch Torschützenkönig wird.
Ohne Bundesliga-Sieg in Mainz: Eintracht Frankfurt kann beim Erzrivalen Mainz 05 nicht gewinnen. Jedenfalls wenn beide in der Bundesliga spielen. Im Dezember 2019 verliert die Eintracht trotz 1:0 Führung mit 1:2 in Mainz und bleibt in der Bundesliga in Mainz weiterhin sieglos (Stand: Dezember 2019).